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News 07. 02.
2005 |
Verständnis und Ermahnungen für
Schweizer Bischöfe in Rom
Die Schweizer Bischöfe sind
beim Ad-Limina-Besuch in Rom mit ihren Schriften zum Einsatz von Laien im
kirchlichen Dienst auf Verständnis gestoßen. Sie wurden aber auch ermahnt,
trotz Priestermangel das Engagement von Laien in Grenzen zu halten.
Vor
allem Kardinal Joseph Ratzinger, Präfekt der vatikanischen
Glaubenskongregation, habe sich intensiv mit den im Jänner dieses Jahres
veröffentlichten Papieren zum Einsatz von Laien auseinander gesetzt, sagte
Kurt Koch, Bischof von Basel, am Montag auf einer Pressekonferenz der
Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK) in Bern. Ratzinger habe die
Schweizer Bischöfe aber trotz Verständnis für den Priestermangel in der
Schweiz aufgefordert, aus dem Notfall keinen helvetischen Sonderfall zu
machen. Die Schweizer Bischöfe wurden in Rom auch ersucht, die liturgische
Aus- und Weiterbildung zu intensivieren, damit keine Abweichungen mehr vom
geltenden Recht passieren. Den Schweizer Bischöfen sei zugesichert worden,
dass Priester und Laien bei der Betreuung von Gläubigen parallel, aber mit
differenzierten Aufgaben, zum Einsatz kommen dürfen, sagte Amedée Grab,
Bischof von Chur und Präsident der SBK. Laienpredigt
Die
Schweizerische Bischofskonferenz hatte sich in den vergangenen Monaten
intensiv mit dem Einsatz von Pastoralassistenten und -assistentinnen
auseinandergesetzt. Die Resultate dieser Diskussion wurden in zwei
Dokumenten niedergeschrieben, welche "Rom" anschließend unter die
Lupe nahm. Bei ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom von vergangener Woche sprachen
die Schweizer Bischöfe wegen dieser Dokumente unter anderem bei den
einzelnen Kongregationen des Vatikans vor. Unter anderem hatten die
Schweizer Bischöfe in einem Papier erklärt, auch Laien dürften in
bestimmten Fällen während der Messe predigen. Bei den Gesprächen
zwischen den Schweizer Bischöfen und den Vertretern des Vatikan wurde nun
geklärt, dass Predigten weiterhin nur von Priestern gehalten
werden dürften, es kirchlichen Laien jedoch frei stehe, im Rahmen von
Messen ihre eigenen Gedanken zu äußern.
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