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News 25. 04.
2005 |
Nigerianischer Kardinal Arinze wird Kardinalbischof
Der nigerianische Kardinal Francis Arinze ist von Papst Benedikt XVI. in die Klasse der Kardinalbischöfe aufgenommen worden. Arinze nimmt dort den Platz des jetzigen Papstes ein.Der 72-jährige Arinze erhielt dabei die suburbikarische (in der Nähe der Stadt Rom gelegene) Diözese Velletri-Segni als Titularbistum zugewiesen. Bisher hatte Kardinal Joseph Ratzinger diese Diözese inne. Neben Arinze sind die Kardinäle Angelo Sodano (Kardinal-Staatssekretär), Bernardin Gantin (ehemaliger Präfekt der Bischofskongregation), Roger Etchegaray (ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden), Alfonso Lopez Trujillo (Präsident des Päpstlichen Familien-Rates), und Giovanni Battista Re (Präfekt der Bischofskongregation) die derzeitigen Kardinalbischöfe. Neben Gantin ist Arinze der zweite Afrikaner im Kollegium der Kardinalbischöfe. Sie müssen aus ihrem Kreis den Kardinaldekan wählen, der als "primus inter pares" dem gesamten Kardinalskollegium - derzeit sind es 182 - vorsteht. Wichtige Funktion während einer SedisvakanzIm Fall einer Sedisvakanz muss der Kardinaldekan die
Vollversammlungen der Kardinäle leiten und das Konklave zur Wahl eines
neuen Papstes einberufen. Dazu kommen protokollarische Aufgaben und
Pflichten. Bei offiziellen Anlässen gebührt dem Doyen des Heiligen
Kollegiums der erste Platz. Er moderiert und präsidiert bei
Kardinalsversammlungen, spricht im Namen des Kirchensenats Grüße und Glückwünsche
zum Namenstag oder zu anderen Festtagen des Papstes. Aufgabe des Dekans ist
es aber auch, nach erfolgter Papstwahl den Kandidaten offiziell zu fragen,
ob er die Wahl annimmt. Sodano vertritt derzeit den DekanSeit November 2002 war der vergangene Woche zum Papst
gewählte Kardinal Ratzinger der Kardinaldekan. Sodano ist derzeit Subdekan
des Kardinalskollegiums und ist bis zur Wahl eines neuen Kardinaldekans mit
dessen Aufgaben betraut. Wann die Kardinalbischöfe einen neuen Dekan wählen,
ist derzeit nicht bekannt. Der neu gewählte Kardinaldekan muss von Papst
bestätigt werden. Das Kirchenrecht verlangt aber, dass der Dekan seinen
Wohnsitz in Rom hat. Alle sechs Kardinalbischöfe haben eine suburbikarische
Diözese inne; der Kardinaldekan erhält Ostia zusätzlich zu seiner bisher
schon gehaltenen suburbikarischen Diözese. Auch unierte Patriarchen sind KardinalbischöfeZur Klasse der Kardinalbischöfe gehören auch die drei
Kardinäle aus dem Kreis der unierten Patriarchen: Nasrallah Sfeir
(maronitisch-katholisches Patriarchat von Antiochien), Stephanos II. Ghattas
(koptisch-katholisches Patriarchat von Alexandrien) und Ignace Moussa I.
Daoud (Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation und ehemaliger
syrisch-katholischer Patriarch von Antiochien). Sie nehmen an der Wahl des
Kardinaldekans allerdings nicht teil. Folgt Sodano auf Ratzinger?Als Favorit für das Amt des Dekans gilt Sodano. Die
Kardinäle Etchegaray, Gantin und Lopez Trujillo sind einiges über 80 alt;
Gantin hatte das Amt des Kardinaldekans bereits von 1993 bis 2002 inne.
Arinze ist zwar bereits seit 1985 Kardinal, aber eben neu in dieser Klasse.
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