News 08. 06. 2006 |
Alfred Raddatz gestorbenAlfred Raddatz, emeritierter Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch- theologischen Fakultät der Universität Wien, ist am 7. Juni 2006 verstorben.Raddatz wurde am 15. März 1928 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Theologie, Kunstgeschichte und Christlichen Archäologie an der Humboldt-Universität Berlin erhielt er ab 1959 Lehraufträge an der Universität Greifswald und an der Humboldt-Universität, wo er sich 1963 habilitierte und wo er ab 1966 als Dozent lehrte. 1971 kam Raddatz an die Wiener evangelische Fakultät, wo er erster Ordinarius des neu gegründeten Instituts für Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst wurde. Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische ZusammenarbeitSchon bald nachdem er von Berlin an die Universität Wien berufen wurde, holte ihn Wilhelm Dantine in den Vorstand des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, dessen Vizepräsident er ab 1974 war. In der Funktionsperiode 2001 bis 2003 wurde er als Nachfolger von Gerhard Bodendorfer-Langer Präsident der Vereinigung. Tag des JudentumsBesonders wichtig war ihm die Einrichtung eines "Tags des Judentums" in ökumenischer Trägerschaft. Neben Impulsen aus der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz hatte Raddatz die Initiative ergriffen, diesen Lern- und Lehrtag der Kirchen auch in Österreich einzuführen. Radatz war gern gesehener und geachteter Gast im Netzwerk der Ökumene in Wien. Es gelang ihm, den Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit aus einer existenziellen finanziellen Krise auf solide wirtschaftliche Beine zu stellen. |
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