Sendung

kreuz und quer

25. 06. 2012 (Dienstag), 22.30 Uhr, ORF 2

26. 06. 2012 (Mittwoch), 20.15 Uhr, ORF III

27. 06. 2012 (Donnerstag), 12.00 Uhr, ORF 2
 

 

 

"Kinder auf Wunsch"

Vor 30 Jahren, im August 1982, kam das erste österreichische Retortenbaby zur Welt. Dies war schon damals umstritten, angesichts heutiger Fortschritte in der genetischen Diagnostik und der neuen Möglichkeit, Eizellen schockzugefrieren und Jahre später einzupflanzen, bleiben viele Aspekte nach wie vor problematisch. Der Eugenik, behaupten Kritiker, sei dadurch Tür und Tor geöffnet. Doch für immer mehr Paare ist die künstliche Befruchtung, auch unter Zuhilfenahme von in Österreich verbotenen Praktiken wie der Eizellenspende, zunehmend Mittel der Wahl. Denn viele fühlen sich erst mit Mitte 30 sicher genug, Kinder in die Welt zu setzen. Gleichzeitig nimmt die Fruchtbarkeit mit dem Alter ab. Peter Beringer hat Paare besucht und sich in den Kliniken umgesehen. In Österreich, wo die Wunschbabyzentren und Kinderwunschkliniken aus dem Boden schießen, und in Tschechien, wo die Praktiken erlaubt sind, vor denen sich der österreichische Gesetzgeber noch fürchtet.

 

Ein Film von Peter Beringer

 

"kreuz und quer"-Diskussion:
"Projekt Baby - Was darf die Reproduktionsmedizin?"

Die privaten und beruflichen Verhältnisse sind geklärt - ein Kind kann kommen - doch es kommt nicht. In den westlichen Industrienationen geht der Kinderwunsch - glaubt man der Statistik - bei einem Viertel aller Paare nicht in Erfüllung. Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, nehmen dann oft viele Kosten und Hürden auf sich, um doch noch zu einem eigenen Kind zu kommen. Die moderne Wissenschaft mit ihren verschiedenen Techniken der Reproduktionsmedizin kann vielen Paaren zu ihrem Glück verhelfen. Gleichzeitig jedoch sind Formen künstlicher Befruchtung immer auch mit Risiken für Mutter und Kind(er) behaftet, die je nach Behandlungsmethode variieren. Stichwort Mehrlingsschwangerschaft, Stichwort Frühchen, Stichwort Fehlbildungen als Folge künstlicher Befruchtung. Rechtfertigt der Wunsch nach Kindern jeden künstlichen Eingriff? Welche Konsequenzen haben diese Techniken für Kinder und Paare? Und: Soll die Reproduktionsmedizin alles dürfen, was sie kann?